Apfelwein ist Kulturerbe

Die „Handwerkliche Apfelweinkultur“ wurde in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen

Hanau, 11. März 2022 - Der 9. März 2022 ist ein historischer Tag für das heimische „Stöffche“: Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die „Handwerkliche Apfelweinkultur“ in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Gestellt wurde der Antrag im Jahr 2018 von einer gleichberechtigten Trägergemeinschaft, elf Repräsentanten verschiedener hessischer Vereine und Organisationen, die sich rund um den Apfelwein engagieren. Die inhaltliche Federführung hatten dabei Barbara Völksen von der Agenda-Gruppe für Landschaftsschutz und Landschaftspflege (Friedrichsdorf) und der Verein Apfelwein-Centrum Hessen e.V. (ACH), der kürzlich das erste hessische Apfelweinmuseum in Hanau fertiggestellt hat. „Diese Nachricht macht uns überglücklich. Das ist ein bedeutendes Ereignis für alle Freunde der Apfelweinkultur“, sagt Jörg Stier, Vorsitzender des ACH und Kurator des „Gerippten Museums“.

Ganzheitlicher Blick auf das Traditionsgetränk
In dem offiziellen Schreiben an das ACH heißt es wörtlich: „Das Expertenkomitee würdigt die regionale und partizipative Traditionspflege in der Apfelweinkultur mit ihrer lokalen, identitätsstiftenden Wirkung. Die Herstellung von Apfelwein erfordert spezifisches Wissen und Können, insbesondere im Handwerk und rund um die Natur.“ An der Antragstellung waren insgesamt elf Vereine, Verbände und Privatinitiativen beteiligt. Jörg Stier: „Dank der tatkräftigen Unterstützung durch Barbara Völksen und dem Engagement aller Antragsteller ist es uns gemeinsam gelungen, die Bedeutung des Apfelweins als Kulturgut weiter zu stärken.“ Das Expertenkomitee würdigt in der Entscheidung zudem die Erläuterungen zur „notwendigen Abgrenzung von industriellen und rein auf kommerziellen Vertrieb gerichteten Herstellungsweisen“ sowie die im Antrag genannten systematischen Erhaltungsmaßnahmen. „Was sich einigermaßen sperrig liest, ist unterm Strich ein Hohelied auf die vielen engagierten Akteure rund um den Apfelwein, die in ganz unterschiedlichen Funktionen zum Erhalt und zur Pflege der Apfelweinkultur beitragen“, stellt Jörg Stier fest.

Kulturerbe-Verzeichnis soll weiter wachsen
Das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes enthält aktuell 131 Einträge. Laut eigener Aussage zeigt es exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. Es würdigt kreative und inklusive Kulturformen und deren reichen Schatz an Erfahrungswissen. „Das Verzeichnis soll von Jahr zu Jahr wachsen und die Vielfalt immaterieller Kulturformen in und aus Deutschland sichtbar machen“, steht auf der Website der Deutschen UNESCO-Kommission.

Gemeinsames Engagement belohnt
Der Antrag wurde von einer Trägergemeinschaft gestellt, der insgesamt elf Vereine, Organisationen und Privatinitiativen angehören:

  1. Agenda-Gruppe für Landschaftsschutz und Landschaftspflege/Friedrichsdorf
  2. Apfelwein-Centrum-Hessen e.V.
  3. Arbeitskreis Streuobst Maintal
  4. Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld e.V. (IKF)
  5. Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e.V.
  6. Landschaftspflegevereinigung Lahn-Dill e.V.
  7. LOGL - Hessen-e.V.
  8. MainÄppelHaus Lohrberg
  9. Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst e. V.
  10. Pomologenverein Deutschland e.V.
  11. Schlaraffenburger Streuobst GmbH


Infos: www.geripptes-museum.de

 

https://myconvento.com/public/_files/userfiles/4371/image/Kulturerbe_Apfelweinkultur.JPG

 

Jörg Stier (Apfelwein-Centrum Hessen e.V.) und Barbara Völksen (Agendagruppe für Landschaftsschutz und Landschaftspflege, Friedrichsdorf) freuen sich über die Aufnahme der „Handwerklichen Apfelweinkultur“ in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes

 

Über das Apfelwein-Centrum Hessen
Das Apfelwein-Centrum Hessen (ACH!) e.V ist ein gemeinnütziger Verein, dessen wesentliches Ziel es ist, die Vielfalt des Apfelweins auf ebenso unterschiedliche wie unterhaltsame Art und Weise darzustellen. Denn der Apfelwein ist nicht nur ein beliebtes heimisches Naturprodukt, sondern auch Gegenstand künstlerischer und literarischer Betrachtungen. Das „Stöffche“ ist außerdem ein echter Kosmopolit – Apfelwein ist international, man trinkt ihn (fast) auf der ganzen Welt. Apfelwein steht für Naturschutz. Gleichzeitig ist er Handelsware, Wirtschaftsfaktor und Genussmittel.
Das ACH! unterstützt und initiiert zahlreiche Projekte wie beispielsweise die Herstellung des „größten Bembel der Welt“ oder die Produktion des „größten Gerippten der Welt“ und betreibt das „Gerippte Museum – Raum für Apfelweinkultur“ in Hanau – und damit das erste hessische Apfelweinmuseum. Die Mitglieder verstehen sich als Repräsentanten einer bunten Apfelweinkultur, die das „Stöffche“ nicht auf ein alkoholisches Getränk reduziert, sondern unterschiedliche Perspektiven auf das hessische Nationalgetränk eröffnet. Dabei verfolgt das ACH! ausdrücklich keine politischen, ideologischen oder ökonomischen Ziele. Die Mitglieder sind Ehrenamtliche mit Leib und Seele und haben ein großes Herz für das Kulturgut Apfelwein.
www.apfelwein-centrum-hessen.de/


Erleben Sie die Vielfalt weltweiter Apfelwein-Kultur!

Äpfel sind geliebt, gesund und geehrt. Es gibt wohl kaum eine Frucht, die in der Geschichte der Menschheit eine bedeutendere Rolle gespielt hat! Als paradiesisches Symbol der Sinnlichkeit, in Form des Respekt fordernden Reichsapfels, als Logo des wertvollsten Unternehmens der Welt oder als aller Orten geschätztes Nahrungsmittel – in fester oder in flüssiger Form.

Tief unten, in unseren Kellern, finden Sie das Fundament unserer, inzwischen auch sehr persönlichen, Apfel-Ambitionen. In großen Gewölben mit historischem Holzfässern und modernen Tanks reift und lagert unser selbst gekelterte Hausschoppen neben vielen regionalen und internationalen Apfelwein Raritäten.

Ganz besonderer Dank gilt den vielen Fachleuten, Kelterern und Freunden der Apfelwein- Kultur, die uns bei der Auswahl der Apfelweine, den Empfehlungen zu unseren Gerichten auf der Speisekarte und auch bei unseren eigenen ersten Kelter-Versuchen mit Rat und Tat wohlwollend unterstützen. Jens Becker, Hendrik Docken, Alexander Frost von der Werbeagentur Bembel, Norman Groh, die Brüder Henrich, Heinrich Hinnerkopf, Johanna Höhl, Andreas Maier, Oliver Mond, Familie Nöll, Joachim Prein, Andreas Schneider und viele andere gehören dazu – und es werden immer mehr!


Wir alle möchten unser Haus zu einem weiteren Zentrum des Apfelweins entwickeln. Auch Dank der vielen Freunde und der guten weltweiten Vernetzung aus unseren beiden anderen Unternehmen, haben wir schon jetzt die wohl größte Apfelwein-Karte der Welt – mit über 150 Positionen. Apfelwein ist keineswegs ein nur hessisches Phänomen. Cidre in Frankreich, Sidra aus Spanien, Siideri in Finnland oder Cider von den britischen Inseln über Nordamerika bis nach Australien, heißen die fruchtigen Vettern, die peu à peu in Angebot und Gläser unserer Schankwirtschaft einfließen.


Wir sammeln weltweit Apfelweine, die von uns als „trinkbar“ und interessant eingestuft werden: Von der sortenreinen Ananasrenette, über den Zimtapfel, bis hin zu amerikanischem „hard-cider“, dänischem Apfelwein-Likör und edelstem Cuvée im Barrique ausgebaut. Gemeinsam mit unseren, vom „Stöffsche“ begeisterten Freunden, möchten wir die internationale Apfelwein-Kultur pflegen und sie vorsichtig in die heutige Zeit führen.


Um auch unsere Gäste zu animieren, bieten wir moderierte Apfelweinproben für Gruppen ab 10 Personen an. Geschichte und Herstellung des Apfelweins werden bei einem Besuch unseres historischen Kellers kurzweilig präsentiert und später im Gastraum mit variantenreicher Auswahl und vielfältigen regionalen Häppchen kulinarisch unterlegt. Gerne informieren wir Sie über weitere Details und reservieren einen Termin für Sie und Ihre Freunde.

Herzlichen Dank für Ihren Besuch und viel Freude beim Apfelwein wünschen

Pia und Frank Winkler und alle unsere Freunde der Apfelwein-Kultur

 


Das Lorsbacher-Tahl im ZDF

LIEBE GÄSTE UND FREUNDE DES HAUSGEKELTERTEN APFELWEINS

Wir haben es geschafft, 25 Tonnen selbst geerntete Äpfel.

15.000 Liter selbst gekelterter Apfelwein und 30 glückliche Kelterfreunde.

 

 

 

Hier schlägt das Herz des Apfelweins

Die Apfelweinkarte des „Daheim im Lorsbacher Thal“ umfasst über 100 verschiedene Apfelweinsorten aus Deutschland und der ganzen Welt -wobei der hessische Apfelwein natürlich klar in unserem Fokus liegt. Diese Einzigartigkeit der Vielfalt gibt dem Thema Apfelwein eine gebührende Plattform für Kenner und Genießer. Unsere üppige Apfelwein-Karte enthält alle relevanten Informationen über die verschiedenen Sorten und ähnelt somit im Aufbau einer klassischen Weinkarte. Sollten Sie zusätzlich noch Fragen haben, scheuen Sie sich nicht davor unser geschultes Personal anzusprechen. Zudem unterhalten wir sie auch gerne mit kurzen Geschichten und Anekdoten über das hessische Kult-Getränk!

 

Events rund um den Apfelwein und unsere beliebten Apfelweinverkostungen:

 

Ein majestätischer Schoppen 2014

Daheim im „Lorsbach Tal“ wurde der Apfelwein-Hessenmeister gekürt

20 lokale Apfelweinkönige traten mit ihrem "Stöffchen" an.

Golden schimmert es aus 20 Glasballons. Mit Kennermiene treten die Verkoster heran, halten ihr Geripptes unter den Schlauch, lösen die Klemme und lassen den nächsten Schoppen einlaufen. Nur zwei Finger hoch: hier geht es ums Verkosten. "Am Freitag habe ich meinen, glaube ich, rausgeschmeckt", sagt Thomas Villwock. Er ist der amtierende Apfelweinkönig der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF) und notierte am Freitag auf dem Verkostungszettel unter „Bemerkungen": „Meiner!" Gestern war er mit sechs Vereinskollegen im "Lorsbacher Thal", um noch einmal zu verkosten. So sicher war er sich diesmal nicht: „Das fällt selbst bei der kleinen Menge schwer." Anfang Mai wurde Villwock im heimischen Kirdorf gekürt. Dort gibt es mit knapp 160 Hektar das größte zusammenhängende Streuobstwiesen-Areal Hessens. „Den eigenen zu erkennen ist bei 20 Proben brutal schwer", sagt Villwock. Die Mitglieder der IKF kauen trockenes Brot bevor sie den nächsten Ebbelwei verkosten.,,Das ist für uns jetzt der Start in die Keltersaison", sagt Fred Biedenkapp, der Vorsitzende der IKF. „Gestern haben wir die Kelter aus der Halle gefahren. An den nächsten vier oder fünf Wochenenden bleibt für so etwas keine Zeit; da ist Äppel-Lese."